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Verpasst auch nicht den aktuellen Blog Secial zum Thema Elternsein in der (Corona-)Krise.


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Sonnige Grüße:)


Frederike


anzeigen:  Gesamt / Zusammenfassung

Entdecke deine innere Stärke in der Krise

Gepostet am 26. Oktober 2020 um 4:35 Comments Kommentare (0)

Heute geht es darum, wie jede Krise eine Chance birgt und wie du in einer Krise deine innere Stärke entdecken kannst.


Mit diesem Text möchte ich dir Mut machen, in herausfordernden Phasen des Lebens nach innen zu gehen und deine wahre Stärke zu finden, ohne von den äußeren Umständen abhängig zu sein.



Was bedeutet Krise?


Für mich ist eine Krise eine Phase, in der die äußere Ordnung nicht mehr so funktioniert, wie wir es kennen und geplant haben. Das heißt, im Äußeren passiert ein Schicksalsschlag oder ein Ereignis, was uns aus der Bahn wirft.

Ohnmacht und von Kontrollverlust nehmen überhand und häufig fühlen wir uns hilflos und machtlos.


Diese Gefühle machen uns angst, weil wir es gewohnt sind, Kontrolle zu haben und im Außen Dinge verändern zu können, um die Kontrolle wiederherzustellen.


Unsere automatische Reaktion ist dann entweder der vollkommene Rückzug oder ein "über-aktiv" sein, dass uns immer mehr in der Trennung von uns selbst und von der Welt treibt.


Mein Gegenvorschlag ist Verbindung – auf allen Ebenen.

Heute beschäftigen wir uns speziell mit der Verbindung zu dir selbst!


Wenn es uns gelingt, trotz äußerem Kontrollverlust nach innen zu gehen und uns mit unserer inneren Welt zu verbinden, dann können wir unser Bedürfnis nach Kontrolle und Sicherheit nach innen verlagern und die Krise neu bewerten.

Wir sehen dann in der Krise die Möglichkeiten anstatt die Begrenzungen.


Wir erleben das Glück darin, alte Überzeugungen, Gefühle und Abhängigkeiten loszulassen und in diesem Raum, der durch dieses Loslassen entsteht, neue Dinge wachsen zu lassen.


Wir entdecken, dass wir viel stärker sind, als wir bis jetzt dachten und dass wir in der Lage sind, auch mit großen Krisen in unserem Leben umzugehen.


Wir entwickeln ein neues Vertrauen in das Leben und darein, dass alles, was uns im Leben passiert, einen Sinn macht, auch wenn wir das in dem Moment noch nicht sehen können.


Das ist meine Definition von Krise.



Heute gebe ich dir vier Schritte an die Hand, die dir dabei helfen sollen, einen inneren Weg zu finden als Antwort auf die Krise.


Mit diesen Schritten möchte ich dir aufzeigen, wie du es schaffen kannst, eine innere Reaktion auf diese äußeren Umstände zu finden. D.h. Deine innere Stärke zu entdecken und damit auch die Chance und die Möglichkeit auf Wachstum, die in jeder Krise verborgen sind.



Vorweg möchte ich dir noch etwas zum Thema Zeit erzählen.

Diese Schritte, die ich dir an die Hand gebe, haben natürlich immer damit zu tun, dass man sich Zeit für sich selbst nimmt. Ich selbst erlebe mit zwei Kindern und einem Mann zu Hause gerade jetzt in der Corona-Krise eine Zeit , in der ich sehr stark herausgefordert bin, mir Zeit für mich zu erkämpfen und eben auch dafür zu sorgen, dass ich mich und meine Bedürfnisse ernst nehme.

Mein Tipp für dich ist, dass du dir vielleicht eine Morgen- und Abendroutine erschaffst.

Wenn es dir möglich ist, wäre gleich am Morgen vor dem Aufstehen der Kinder oder am Abend vor dem Einschlafen die perfekte Zeit dafür. Es ist wichtig, dir diese Zeit nur für dich zu reservieren und dich dann bewusst auf den jetzigen Moment einzulassen.


Du kannst in der Zeit meditieren, Dankbarkeit für die kleinen Dinge üben oder aber auch nur für 5 Minuten deinen Körper wahrnehmen und atmen.

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, Hauptsache, es geht dir gut dabei und du findest Ruhe.


Am Anfang reichen 5 Minuten, doch du wirst schnell merken, wie gut dir das tut, und wirst Wege finden, dies häufiger und länger einzubauen.


Es geht darum, diesen ersten Schritt zu gehen und die Entscheidung zu treffen, dich mit dir und deiner Innenwelt zu beschäftigen um dich zu stärken und immer besser kennenzulernen.


Schritt 1:

Annahme und Akzeptanz von allem, was ist.


In diesem ersten Schritt möchte ich dich dazu einladen, das, was ist, zu akzeptieren und anzunehmen. Das Leben ist keine gerade Linie. Das Leben besteht aus Veränderungen und aus Wendepunkten. Und oft sind diese Wendepunkte genau dann, wenn eine Krise über uns hereinbricht.

Auch in der Natur können wir immer wieder Beispiele dafür entdecken, wie sehr das Leben im Wandel ist. Nichts ist von Dauer. Auch diese Krise wird irgendwann vorüber sein.


Wenn wir es schaffen, uns von äußeren Umständen unabhängig zu machen und uns immer mehr auf unsere innere Welt zu verlassen, dann können wir der Krise etwas entgegensetzen und die Krise als etwas akzeptieren, was dazugehört.

Genauso wie die Gefühle, die wir in Krisen erleben. Die meisten Menschen empfinden Angst und Wut und Ohnmacht und Verzweiflung. Alles Gefühle, die uns sehr unangenehm sind und die wir normalerweise in unserer Gesellschaft gerne ausklammern, weil sie nicht dazugehören, weil sie negativ sind, weil sie nicht sein sollen.


Ich möchte dich heute dazu einladen, sie mit ins Boot zu holen.

Du kannst regelmäßig zu dir selbst sagen: "Ich empfinde gerade Angst, Trauer oder Wut und das ist ok. Es sind alles Teile von mir und ohne diese Teile können auch die anderen Teile nicht existieren, ohne tiefe Trauer und Verzweiflung und das Zulassen von angst werde ich auch nie in der Lage sein, wirklich wahre Freude zu verspüren und Liebe"


Das heißt, es geht immer darum, eine Balance zu finden zwischen beiden Seiten. Und in einer Krise überwiegt erst einmal die negative Seite. Aber sie ist mindestens genauso wichtig wie die Positive.


Meine Einladung für dich:

Setz dich hin mit dir und all deinen Gefühlen. Nimm alles so an, wie es ist, ohne Widerstand. Heiße deine Emotionen willkommen, als Teil des Lebens, als Teil von dir. Es ist wichtig, all diesen Gefühlen in dir Raum zu geben, denn der Widerstand führt am Ende des Weges immer nur zu mehr desgleichen. Desto mehr wir im Frieden sind mit allem was ist, desto mehr verlieren wir die Angst vor all diesen Gefühlen, denn sie wollen nur gesehen und gefühlt werden und dann werden sie wieder gehen, denn alles ist vergänglich und im Wandel.


Schritt 2:

Deine wahre Stärke erkennen.


In diesem Schritt geht es darum, loszulassen. Das heißt: Ich kann meine Gefühle und auch die Krise willkommen heißen, aber ich entscheide mich bewusst dafür, mich nicht von meinen Gefühlen und von den äußeren Umständen kontrollieren zu lassen.


Ich gebe Kontrolle im Außen ab, aber gewinne Kontrolle in mir.


Das ist wahre innere Stärke.


Vielleicht kannst du dir das vorstellen mit dem Bild, das Gefühle und äußere Situationen Dinge sind, die wie auf einer Leinwand passieren. Das heißt: Sie ziehen über die Leinwand hinweg, kommen und gehen. Manchmal fühlen sie die ganze Leinwand aus, manchmal nur Teile von der Leinwand. Aber dich selbst und deine innere Stärke findest du da, wo du selbst bist.


Du bist die Leinwand.


Auf dieser Leinwand passieren diese Gefühle und auf dieser Leinwand passieren diese Ereignisse. Aber du bist nicht deine Gefühle und deine Ereignisse. Und wenn du das für dich verinnerlicht, dann kannst du erkennen, wenn ich nicht dieses Gefühl von Wut und Angst und Ohnmacht selbst bin, dann bin ich vielleicht auch in der Lage zu sagen: Ich nehme euch an, ich heiße euch willkommen, aber ich kann euch auch wieder zur Seite schieben und ich kann euch loslassen.

In diesem Moment kannst du deine Macht entdecken.


Du kannst sehen: Du bist nicht deine Gefühle! Und dann kannst du anfangen, dich zu fragen, was deine Gefühle in dir zum Ausdruck bringen wollen.

Du kannst sagen: "Ja, ich bin ängstlich, aber warum? Was steckt hinter dieser Angst? Was ist mir wirklich wichtig?" Z.B: Ich brauche Sicherheit, ich brauche Vertrauen, ich brauche Kontinuität. Und wenn du genau hinschaust, stellst du fest, dass das alles Dinge sind, die du bisher außerhalb gesucht hast.

Du bist vielleicht deswegen verunsichert, weil diese Dinge im Außen plötzlich nicht mehr da sind.


Stelle dir folgende Fragen:

Wie kannst du dir diese Gefühle im Inneren schaffen?

Wie kannst du innerlich eine Welt erschaffen, in der du Sicherheit empfinden kannst und Vertrauen in das Leben?


Eine wunderbare Möglichkeit, innere Stärke, Vertrauen und Liebe in dir selbst zu entwickeln und zu verstärken, ist Dankbarkeit. Wer regelmäßig Dankbarkeit übt und in den Alltag einbaut, der wird feststellen, dass sich der Fokus der eigenen Gedanken auf die positiven Dinge richten wird, desto mehr wir Dinge suchen im Alltag, für die wir dankbar sein können. Das können auch kleine Sachen sein, wie z. B. das Vogelgezwitscher oder die schönen Blumen auf dem Balkon oder was auch immer dir einfällt.

Deiner Kreativität ist keine Grenze gesetzt.

Desto mehr wir es schaffen im Alltag diese Dinge zu erkennen und wirklich auch zu erleben und zu fühlen und dieses Gefühl von Dankbarkeit in unserem Alltag zu integrieren, desto mehr können wir es auch schaffen, uns innerlich starkzumachen für das, was im Außen passiert.


Schritt 3

Erlaube dir auszusteigen.


Im Zusammenhang mit unserem Bedürfnis, die Situation im Außen kontrollieren zu wollen, fällt es uns manchmal schwer, loszulassen. Erlaube dir, deine innere Welt zu öffnen und die aktuellen Umstände zu verlassen.

Erlaube dir, zuzulassen, dass die Welt sich ohne dich weiterdreht, und erlaube dir, dich auf dich selbst zu konzentrieren. Das muss nicht unbedingt in einer stillen Minute sein, sondern es kann auch sein, dass du einfach Dinge weiterhin trotz Krise tust, die dir selbst guttun. Momente, in denen du nur an dich denkst, in denen du dich und deine Bedürfnisse wahrnimmst und Dinge tust, die dir Energie geben und dich stark machen.

Ein Moment, in dem nur du wichtig bist und in der du aussteigst aus der permanenten Verantwortung für alles und jeden.

Erschaffe dir kleine Inseln im Alltag, in denen du dich mit dir selbst verbindest, aus der Welt aussteigst, um dich dann mit neuer Kraft und neuer Energie mit der Welt zu verbinden. Wenn wir das nicht schaffen, innerlich auch manchmal auszusteigen, dann brennen wir irgendwann aus, weil wir dann irgendwann nur noch für die Bedürfnisse der anderen zu leben.

Dazu möchte ich dich in diesem Schritt einladen.

Aussteigen und loslassen.


Schritt 4.

Bestandsaufnahme.


In diesem Schritt geht es darum, dir ein paar wichtige Fragen zu stellen und sie dir selbst ehrlich zu beantworten.

Es geht um die grundlegenden Fragen:

Woher komme ich?

Wo stehe ich gerade?

Wohin will ich?

Ich glaube, dass jede Krise in unserem Leben ein Wendepunkt ist und dass sie uns in jedem Fall eine Möglichkeit bietet, in bestimmten Dingen bei null anzufangen. Natürlich nicht wie das weiße Blatt, was wir uns manchmal gerne wünschen, sondern aufbauend auf alte Sachen, die schon erlebt sind.

Für mich gibt es in jeder Krise einen Punkt null, an dem ich die Möglichkeit habe, noch mal das Ruder herumzudrehen, noch mal einen anderen Pfad einzuschlagen und mich noch einmal bewusst neu einzustimmen auf den einen oder auch einen ganz anderen Weg.

Mich von Dingen zu lösen, die mich davon abhalten, mich mit mir zu verbinden und somit ein Leben erschaffen, indem ich meinen Werten und meinen Bedürfnissen treu bin. Dinge neu einzuladen oder zu vertiefen, die mich in meinem Weg hin zu mir selbst unterstützen.


Woher komme ich?


Bei dieser Frage geht es darum, noch mal zu überlegen wie war mein Leben eigentlich vor der Krise?

Welche Dinge haben mir gutgetan? Welche Dinge haben mir nicht gutgetan?

Was sind Dinge, die ich loslassen möchte?

Was sind Dinge, die ich nicht mitnehmen möchte?


Wenn ich von Dingen spreche, meine ich Überzeugungen, Gefühle, Gedanken oder Menschen.


All diese Dinge verändern sich und wollen in der Krise noch mal neu bewertet werden. Was möchte ich zurücklassen und was gefiel mir auch in meinem alten Leben? Und was möchte ich auf jeden Fall beibehalten? Was passt zu mir und meinem neuen ich, denn eine Krise ist auch immer eine kleine Neugeburt.


Wo stehe ich jetzt?


Wie geht es mir in dieser Krise? Welche Gefühle erlebe ich und welche Bedürfnisse stecken dahinter?

Welche Bedürfnisse wollen gesehen und erfüllt werden?


Jede Krise gibt Hinweise darauf, was wir loslassen können und wo wir hinwollen.


Wir müssen nur lernen, genau zuhören!


Eine wunderbare Methode, um das Zuhören zu lernen, ist die Meditation oder Entspannungsübungen.

In der Meditation lernen wir uns auf den aktuellen Moment zu konzentrieren und uns mit unserem Körper und unseren Gefühlen zu verbinden. Durch bewusste Atmung und den Fokus auf den jetzigen Moment können wir dem Stress des Alltags verlassen und neue Energie schöpfen. Es gibt zahlreiche kostenlose, geführte Meditationen, die dich dabei anleiten, dich mit deiner Innenwelt zu verbinden.


Wohin will ich?


Was möchte ich aus dieser Krise machen?


Wir haben immer die Möglichkeit, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.


Wie? Indem wir uns darauf konzentrieren, was diese Krise auch als Chance für uns mitbringt. Das heißt, guck dir genau an, was gibt es seit dieser Krise, was sich zum Positiven verändert hat? Und wenn es nur deine Einstellung ist, dein neuer Zugang zum Thema Dankbarkeit, die Möglichkeit, in dir deinen Fokus neu auszurichten und dich auf die schönen und wesentlichen Dinge im Leben zu konzentrieren.


Folgende Fragen können dir dabei helfen?

Wo will ich hin?

Welcher Mensch möchte ich nach der Krise sein?

Wie möchte ich im Nachhinein auf diese Krise zurückschauen?

Mit welchen Gefühlen, mit welchen neuen Möglichkeiten möchte ich diese Krise verlassen?


Es liegt in deiner Hand und dazu lade ich dich ganz herzlich ein.


Ich möchte dich mit diesem Text inspirieren, deinen eigenen Weg ernst zu nehmen und dich trotz chaotischer äußerer Umstände nicht verunsichern zu lassen.

Deine wahre Stärke findest du nur in dir und du bist viel stärker, als du selbst vermutest.


Öffne in jeder Krise einen neuen Raum der Möglichkeiten, lass dich nicht von äußeren Antworten und Umständen begrenzen, sondern sei offen für das Leben und seine Lebendigkeit.

Das Leben ist keine gerade Linie und eine Krise ist nicht automatisch eine Katastrophe. Wir können lernen, auf den Wellen des Lebens zu reiten und die neue Aussicht zu genießen.

Eine Krise lädt dich dazu ein, dein Leben zu hinterfragen und dich wieder neu auszurichten auf das, was dir am meisten entspricht. Von dem höchsten Punkt der Wellen aus kannst du den Leuchtturm sehen und da wollen wir doch alle hin, oder?

Sei mutig auf deinem persönlichen Weg zum Licht, dass du selbst in dir trägst und lerne, mit jeder Krise deinen Kurs zu korrigieren. Dann wirst du immer seltener untergehen und irgendwann auch selbst zum Leuchtturm für andere Krisenreiter.


In Verbundenheit

Deine Frederike

Die Rollen unseres Leben & Feier deine Erfolge

Gepostet am 13. August 2020 um 4:35 Comments Kommentare (0)

DIE ROLLEN UNSERE LEBENS


Habt ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht, wie viele Rollen ihr eigentlich tagtäglich spielt bzw. ausfüllt?


Allein in eurer Familie seid ihr...

  • Mama oder Papa
  • Bruder oder Schwester
  • Onkel oder Tante
  • Tochter oder Sohn…


und dazu kommen noch die ganzen anderen Rollen, wie...

  • Mitarbeiter/In
  • Chef/In oder Selbstständige/r
  • Freund oder Freundin
  • Partner oder Partnerin...                                                                                                                                                                                                


Puh, allein vom Aufschreiben kann einem ganz schwindelig werden.


Und irgendwo brauchen wir ja auch noch Zeit, um ganz bei uns zu sein, OHNE irgendeine Rolle zu spielen?!


Das verrückte daran ist, dass wir unterbewusst versuchen, allen Rollen gleichzeitig gerecht zu werden und überall 100% geben wollen.


Kein Wunder, dass wir immer wieder aus der Puste geraten. In vielen Fällen widersprechen sich die Rollen ja auch noch.


Ich habe selbst gemerkt, wie ich immer wieder innerlich in Konflikte gerate, wenn ich versuche allen Rollen gleichzeitig gerecht zu werden.


Ich habe vor Kurzem angefangen, mir mal bewusst zu machen, welche Rollen ich tatsächlich tagtäglich übernehme und habe dann begonnen immer wieder neue Prioritäten zu setzen.


Ich sage mir dann bewusst: Jetzt bin ich zu 100% Mutter, Partnerin, etc.


Natürlich ist es im Alltag immer wieder eine Herausforderung und er gestaltet sich in jeder Familie auch sehr unterschiedlich.


Ich möchte einfach nur dazu einladen, sich darüber klar zu werden, dass es unmöglich ist Allen gleichzeitig gerecht zu werden.


Also:

Lieber ein paar wenige Rollen am Tag ganz erfüllen und andere hintenanstellen, anstatt sich für alle zu zerreißen und am Ende keiner so richtig gerecht zu werden.


Welche Rollen kennst du in deinem Leben? Welchen Rollen versuchst du jeden Tag gerecht zu werden?


 


FEIER DEINE ERFOLGE




Dankbarkeit & Selbstfürsorge

Gepostet am 3. August 2020 um 5:35 Comments Kommentare (0)


DIE MAGIE DER DANKBARKEIT


Wann wart ihr eigentlich das letzte Mal so richtig von Herzen dankbar?


So dankbar, dass sich eure ganze Aufmerksamkeit auf die wunderschönen Dinge, Menschen und Umstände in eurem Leben gerichtet hat und all der Stress und die Ängste und Sorgen des Alltags an Bedeutung verloren?


Es braucht, gerade in herausfordernden Lebensumständen, Selbstdisziplin und einen starken Willen, aber ich verspreche euch, es lohnt sich.


Und irgendwann kann man sogar für die Herausforderungen im Leben dankbar sein

- denn ohne Regen und Sturm gibt es kein Wachstum.


Ich kann heute aus vollem Herzen sagen:

Ich danke dem Leben für ALLES was in meinem Leben passiert ist, denn all das hat mich zu dem gemacht was ich heute bin.


Ohne die Frühgeburt meines Sohnes würde ich hier heute nicht sitzen und euch an meiner Vision teilhaben lassen.

Das Leben hat mich sehr schmerzhaft damit konfrontiert, dass nichts selbstverständlich ist und gleichzeitig hat es mich gelehrt dankbar zu sein für jede Kleinigkeit, denn klein scheint sie meist nur, bevor man sie verliert.


Ich teile diese Erkenntnis mit euch, weil sie unser Leben zum Positiven verändern kann.


  • Wofür seid ihr besonders dankbar und was haltet ihr vielleicht noch für selbstverständlich?
  • Durch welche Krise durftet ihr wachsen?
  • Was waren eure Erkenntnisse?

Zeit für Selbstfürsorge


Hast du auch manchmal das Gefühl du könntest, müsstest und solltest so viel mehr als du schon tust und bist?


Bist du auch manchmal einfach nur müde und sehnst dich nach einer Auszeit nur für dich?


Ich möchte dich dazu einladen, dir einen Tee oder Kaffee zu kochen und dich an deinen Lieblingsplatz zu setzten.

Es reichen 5 Minuten.


Macht dir einfach mal bewusst...

  • was du jeden Tag leistet
  • wie glücklich sich deine Kinder schätzen können, dich als Mama oder Papa zu haben
  • dass du jeden Tag dein Bestes für das Wohl deiner Kinder gibst


Im Gehetze des Alltags geht das viel zu schnell unter!

Nimm dir diesen Moment!


Du warst heute...

  • zu ungeduldig
  • zu streng
  • zu laut
  • zu gestresst?


Du bist ein Mensch und du bist genauso gut und genug wie du bist.

Jeder Tag ist eine neue Chance wieder dein Bestes zu geben.

Nimm dir die Zeit dein Bestes anzuerkennen.

Nimm dich so an, wie du bist mit all deinen Facetten.

Niemand ist perfekt und du bist einzigartig und wunderbar!!!

Deine Kinder werden es dir danken, denn so lernen sie durch dich als Vorbild, dass es ok ist auch mal müde und gestresst zu sein und, dass man nicht immer nur funktionieren kann. Sie lernen durch euch sich selbst zu lieben und gut für sich zu sorgen.


Wann hast du dich das letzte Mal hingesetzt und warst einfach nur stolz auf dich?


In diesem Sinne.

Einen wunderschönen Tag dir.

Lass es dir gut gehen und sorge gut für dich. Du hast es dir mehr als verdient.


Herzliche Grüße

Frederike



Teil 7) Sinnhaftes Spielen - Spielentwicklung und warum das freie Spiel so wichtig ist

Gepostet am 7. April 2020 um 6:40 Comments Kommentare (0)


BLOG SPECIAL CORONA 7/7


"Sinnhaftes Spielen"


  • Was hat es damit auf sich?
  • Soll das Spielen jetzt auch noch Sinn machen?
  • Spielen soll produktiv sein?


Nein! Auf keinen Fall! Ganz im Gegenteil!


Ich erlebe viele Kinder, die es verlernt haben, frei zu spielen.


Wir Erwachsenen versuchen häufig unsere Kinder ständig in einem Aktivitätsmodus zu halten, um keine Langeweile aufkommen zu lassen,

- doch die Langeweile und das kreative Erfahren der eigenen Fantasie und Fähigkeiten bringt wahre Erfüllung mit sich.


Wenn wir es schaffen, das freie Spiel der Kinder immer wieder zuzulassen und zu unterstützen, dann werden wir feststellen, dass sie von uns Eltern gar nicht so viel Entertainment brauchen, wie wir dachten. Und das entlastet uns und unsere Kinder.


  • Was bedeutet das freie Spiel?
  • Welche Bedeutung hat überhaupt spielen?


Heute möchte ich euch ein bisschen was über die Definition des freien Spiels erzählen und warum es so essentiell wichtig ist, in den ersten Lebensjahren das freie Spiel unserer Kinder zu fördern.


Des Weiteren gebe ich euch einen kleinen Überblick, welche Spielarten es überhaupt gibt und wie sich das Spielverhalten bei Kindern entwickelt.


Definition von Spiel:


Das freie Spiel kennzeichnet sich dadurch, dass das Kind spielt, um zu spielen.

Es gibt erst Mal keinen äußeren Zweck.

Das Kind spürt sich selbst und taucht im Spiel in seine eigene Welt ein.

Es verliert dabei Zeit- und Raumgefühl. Diesen Zustand nennt man auch „flow“. Die Kinder gehen in dieser Welt auf. Oft wiederholen sie auch verschiedene Tätigkeiten immer wieder

- Dies gibt ihnen Sicherheit und die Möglichkeit sich voll auf die Situation einzulassen und trotzdem selbst die Kontrolle über das Geschehen zu behalten.


Warum ist das Spielen für Kinder so wichtig?


Das freie Spiel erfüllt für die Kinder verschiedene Zwecke.

Im freien Spiel erleben sich Kinder auf eine besondere Art und Weise.

Der Zustand des Flows bietet ihnen die Möglichkeit, emotional zu entspannen, also Spannungen abzubauen und erlebte Dinge zu verarbeiten. Des Weiteren dient das Spielen auch dazu sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen und neue Fähigkeiten auszuprobieren und zu üben.

Man nennt das dann auch Explorationsverhalten, was zur Informationsverarbeitung und -Suche beiträgt.


Zusammenfassend kann man sagen, dass das Spiel Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt und ihnen Möglichkeiten bietet sich auf spielerische Art und Weise mit ihrer Umwelt zu auseinanderzusetzen.

Dies ist die Basis für die kognitive Entwicklung bei Kindern.


Spielformen und deren Entwicklungszeitpunkt:


Es geht hierbei nicht um eine starre Struktur, wann und wie welches Kind spielt. Es ist eine grobe Einteilung.

Viele Spielformen verbinden sich im Nachhinein mit den anderen oder laufen nebenher.

Die Altersangaben dienen lediglich der Orientierung, wann die Kinder ungefähr mit der jeweiligen Spielart beginnen.


1. Funktionsspiel (ca. 1. Bis 2. Lebensjahr)


Die erste Spielentwicklungsstufe dient der sensomotorischen Entwicklung. Hier entwickeln sich die Sinne und die motorischen Fähigkeiten. Zunächst beginnt das Kind seinen Körper mit allen Sinnen zu erkunden. Es erlebt große Bewegungsfreude und Lust am Experimentieren. Der Körper ist das einzige, was es im Moment braucht. Später weitet sich das Spiel auf erreichbare Gegenstände und Materialien aus. Der Körper und erreichbare Gegenstände werden voller Freude erforscht und auf ihre Funktion und Eigenschaft hin untersucht. Diese Phase ist enorm wichtig und dient als Basis für alle weiteren Entwicklungsschritte.


Also wer manchmal denkt, mein Kind macht doch noch gar nichts, der weiß ab jetzt:

Es spielt und lernt sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen.

Es ist enorm wichtig, dem Kind den Raum zu bieten sich auszuprobieren.


Also gebt ihnen die Zeit, die sie brauchen, auch wenn es nach außen wenig erscheint, die innere Arbeit findet permanent statt.


2. Konstruktionsspiel (Gegen Ende des 2. Lebensjahres)


In dieser Phase lernt das Kind, über das Erkunden der Eigenschaften und Funktion hinauszugehen, und fängt an Dinge zu erschaffen. Durch das Kneten, Ausschneiden, Malen und Bauen erschaffen sie neue Gegenstände. Anfangs werden Dinge häufig noch zerstört, weil noch nicht Ergebnis zählt, sondern der Weg dahin. Später dann werden die Kunstwerke präziser und es wird länger an den Dingen gearbeitet, weil das Ergebnis nun auch seinen Wert hat.


Das Funktionsspiel ist sehr wichtig für die Intelligenzentwicklung des Kindes. Es fördert den Raumbegriff und das Kind lernt statische und mechanische Gesetzmäßigkeiten kennen. Es lernt planvoll und produktorientiert zu handeln.

Es werden Fähigkeiten wie Handgeschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer entwickelt und verbessert.



3. Symbol- und Rollenspiel (Gegen Ende des 2. Lebensjahres)


So-tun-als-ob Spiele… kann man sie auch nennen. In der ersten Phase, der sogenannten Nachahmungsphase spielen die Kinder einfache Begebenheiten des Alltags nach. Es werden anfangs nur die Tätigkeiten nachgeahmt, ohne selbst in die Rolle zu schlüpfen. Das „in die Rolle schlüpfen“ beginnt in der nächsten Phase. Nun kann das Kind voll und ganz in der neuen Rolle aufgehen. Im nächsten Schritt löst sich das Kind mehr und mehr aus der direkten Nachahmung von Alltagssituationen und es entstehen die schönsten Fantasiegeschichten. Jetzt kommt die Kreativität des Kindes voll zum Vorschein.


Diese Spielform dient der Entwicklung von sozialen Fähigkeiten. Das Kind beginnt das erste Mal über sich hinaus zu denken und sich in andere hinein zu versetzen. Des Weiteren können durch dieses Spiel Ängste und emotionale Spannungen gelöst werden und Erlebnisse werden verarbeitet. Des Weiteren zeigen sich in dieser Spielart Wünsche und Erwartungen des Kindes - Also die beste Beschäftigungsart überhaupt!


4. Regelspiel (ab ca. dem 3. Lebensjahr)


Bei dieser Spielform werden das erste Mal Regeln aufgestellt und eingehalten. Es gibt einen Rahmen, dem das Kind sich freiwillig unterordnet, um des Spieles willen. Es werden Reihenfolge, Bedingung und Regeln festgelegt. Es beginnt im Alter von 3 Jahren, dass Kinder ihre eigenen Regeln festlegen und sich daranhalten. Etwas später gibt es dann die Leistungsmotivation dazu. Das Kind möchte gerne gewinnen. Das Verlieren wird noch nicht verkraftet. Ab dem 4. Lebensjahr entwickeln die Kinder einen Absolutismus der Regeln. Regeln sind unantastbar, absolut und unveränderbar. Ab dem 6. Lebensjahr neigen die Kinder dann zu engen und starren Auslegungen der Regeln. Zu den einfachen Regelspielen gehören organisierte Bewegungsspiele (verstecken, einfache Kreisspiele etc.) und leichte Gesellschaftsspiele wie Memory, Domino etc.


Die Regelspiele lassen nun die Individualität ein wenig in den Hintergrund rutschen, erlauben es aber innerhalb eines gegebenen Rahmens, seine geistigen und körperlichen Fähigkeiten zu schulen.

Insgesamt fördert das Regelspiel die soziale Anpassungsfähigkeit. Das Kind stellt die eigenen Impulse zugunsten eines Gemeinschaftsgefühls zurück. Es werden Rücksicht und Loyalität geübt und schließlich lernt ein Kind, das Verlieren auch dazu gehört. Außerdem werden Konzentration- und Entscheidungsfähigkeit verbessert.


Der Grund, dass ich heute so genau auf die Spielentwicklung eingehe ist mein Wunsch, den Kindern in unserer Gesellschaft wieder mehr Freiräume zu gewähren, in dem Bewusstsein, dass genau diese Räume wichtige Grundlagen für ihre weitere Entwicklung sind.


Hier schlägt ganz besonders mein Erzieherherz, denn ich habe oft genug den Anspruch von Eltern erlebt, man solle doch mehr BILDUNGSangebote mit den Kindern machen, denn sonst würden sie ja nichts lernen.


Ich spreche nun als Mutter und als Heilerzieherin:

Freies Spiel ist Bildung! Es geht nicht immer um die perfekt durchgeplanten Angebote, um ja alle Fähigkeiten zu entwickeln, sondern es geht AUCH um die Freiräume dazwischen, die ausschlaggebend für motorische, soziale UND kognitive Entwicklung sind.

Es gibt mir hier nicht, um entweder oder, sondern um sowohl als auch. Vorgegebene Angebote sollten genauso ihren Raum haben, wie das freie Spiel.


Und an euch als Eltern:

Könnte doch auch eine entlastende Tatsache für euch zu Hause sein. Kinder brauchen einen Rahmen, um selbst zu spielen, anstatt immer von uns beschäftigt zu werden.


Erziehung bedeutet für mich:

Ich gebe meinem Kind, durch altersangemessene Materialien und Räume, einen Rahmen innerhalb dessen es sich frei ausleben kann. Ich mache Angebote und lasse wieder frei!

Ich mache mir bewusst, in welchen Situationen ich gezielt Dinge beibringen will und in welchen ich vielleicht auch von meinem Kind lernen möchte. Indem ich mich auf den jetzigen Moment einlasse und meinem Kind meine volle Aufmerksamkeit schenke, kann ich mein Kind in seiner Entwicklung unterstützen und gleichzeitig unsere Beziehung und unsere Kommunikation vertiefen.


So viel von mir heute zum Thema „Spielen“!



Vielleicht hat es euch inspiriert und ihr erlebt jetzt das Spielen eurer Kinder noch mal auf eine neue Art und Weise. Geht doch mal in die Beobachtung eurer Kinder und lasst euch von ihnen in die Welt des Spiels entführen.


Ich hoffe ihr konntet etwas mit meinen Worten anfangen!


Ich freue mich über eure Kommentare auf Facebook oder Instagram. Teilt meine Beiträge gerne mit Menschen, denen sie guttun würden.


Bleibt gesund und viel Spaß beim Spielen!



Lg

Eure Frederike

 

Teil 6) 5 Schritte um Konflikte gewaltfrei zu lösen

Gepostet am 3. April 2020 um 6:20 Comments Kommentare (0)


BLOG SPECIAL CORONA 6/7


"Konflikte gewaltfrei lösen"


In der aktuellen Ausnahmesituation sind Konflikte jeder Art nicht zu vermeiden.

Ich behaupte sogar, sie sind wichtig, gerade jetzt!


Aber warum entstehen eigentlich Konflikte und wie kann man sie gewaltfrei lösen und vielleicht sogar etwas aus ihnen lernen?


Wenn ich von „gewaltfrei“ spreche, meine ich auf keinen Fall, das Vermeiden von Konflikten, um der Harmonie willen oder das Unterdrücken von Gefühlen.


Wie ihr vielleicht auch schon aus den vorherigen Beiträgen von mir mitnehmen konntet, ist es mir ein sehr großes Anliegen den Gefühlen in uns Raum zu schaffen - und da gehören Konflikte auf jeden Fall dazu.


Mit „gewaltfrei“ meine ich eher die Frage:

Wie können wir es schaffen, trotz hochkochender Emotionen bei uns zu bleiben und unsere Bedürfnisse auszudrücken, ohne den anderen oder uns selbst zu verletzen?


In der „Gewaltfreien Kommunikation“ von Marshall B. Rosenberg wird das sehr eindrücklich beschrieben mit den Symbolen einer Giraffe und eines Wolfes.


Der Wolf vertritt die Grundannahme: „Ich bin nicht ok!“ „Du bist nicht ok!“ Er schießt mit Emotionen raus und verletzt dabei nicht selten sich und andere mit Worten.


Die Giraffe vertritt die Grundannahme: „Ich bin ok!“ „Du bist ok!“ Sie ist mit ihren eigenen Bedürfnissen verbunden und sieht den Konflikt als einen Konflikt zwischen Bedürfnissen und nicht zwischen 2 oder mehr Menschen.


Jeder von uns trägt einen Wolf und eine Giraffe in sich!


Beide Tiere sind in uns und dürfen, müssen sein!

Ich lade dich dazu ein, dir bewusst zu werden welches Tier gerade in dir präsent ist.


Hinter jedem Konflikt stehen unerfüllte Bedürfnisse.

Indem wir Wut durch aggressives Verhalten (auch mit Worten ist Gewalt möglich) ausdrücken, verschaffen wir uns zwar für den Moment Luft, aber das unerfüllte Bedürfnis, das die Wut ausgelöst hat, bleibt weiterhin unbefriedigt.

Früher oder später wird es sich erneut den Weg bahnen, dann meist durch destruktives Verhalten.


Das verbindende Element der Bedürfnisse ist, dass wir alle dieselben Bedürfnisse haben, nur unterschiedlich stark ausgeprägt in unterschiedlichen Situationen.


Heute möchte ich mit euch 5 Schritte zum Umgang mit Konflikten teilen, die vielleicht noch mal zum Nachdenken anregen und uns dabei helfen uns selbst, den anderen und den Grund für Konflikte besser zu verstehen…


1. Welche Gefühle sind gerade besonders präsent?


  • Welche Gefühle erlebst du in diesen Zeiten besonders intensiv?
  • Welche Gefühle kommen immer wieder hoch und lassen dich nicht los?
  • Ist es die Angst, die Wut, die Hoffnungslosigkeit?
  • Oder auch manchmal die Freude und die Dankbarkeit?


All diese Gefühle dürfen da sein und haben ihre Berechtigung. Unsere Gefühle zeigen uns, wie es uns gerade geht und setzten für uns klare Grenzen, wenn es zu viel ist.


Es ist wichtig, gerade jetzt, sie ernst zu nehmen und zu schauen, was sie uns erzählen können, was unser Verstand vielleicht im Moment gar nicht wahrnimmt. Betrachte sie als Wegweiser hin zu dir und hin zu Lösungsideen für herausfordernde Momente.


Hier heißt es Annehmen, statt Widerstand.


2. Welche Bedürfnisse erlebst du gerade besonders stark?


Die Gefühle als Wegweiser? Wegweiser wohin? Zu unseren Bedürfnissen.

Hinter jedem unserer Gefühle, steckt ein Bedürfnis. Unerfüllte Bedürfnisse produzieren negative Gefühle und erfüllte Bedürfnisse erzeugen positive Gefühle.


Also die zentralen Fragen hier lauten:

  • Was brauchst du, um dich gut zu fühlen?
  • Was wünschst du dir  gerade in dieser Situation?
  • Welches Bedürfnis möchte gesehen und gehört werden?


Wir handeln in vielen Fällen unbewusst und lassen unsere Gefühle das Ruder übernehmen.

In dem Moment aber, indem es dir gelingt Gefühle und Bedürfnisse miteinander in Verbindung zu bringen und dann vielleicht sogar auch noch zu erkennen, welches spezifische Bedürfnis dahintersteckt, wirst du sehen wie viele Konflikte sich schon von selbst in Luft auflösen werden.

Deine Bedürfnisse wollen von dir gehört werden. Erst dann besteht die Möglichkeit im Kontakt mit anderen klarzustellen, was du brauchst und für dich einzustehen.


3. Mach dir klar, dass der andere der Auslöser, aber nicht der Grund für deine Gefühle ist


Deine Gefühle haben immer mit dir selbst und deinen Bedürfnissen zu tun.

Dein Gegenüber kann negative Gefühle in dir auslösen, aber auch nur dann, wenn er auf ein unerfülltes Bedürfnis bei dir trifft.

(Umgekehrt natürlich auch mit positiven Gefühlen, aber die lösen eher selten Konflikte aus.)


Am Ende des Tages bist nur du verantwortlich für dich und deine Bedürfnisse zu sorgen uns so schon Mal Konflikte zu vermeiden, in denen du die Schuld für deine Situation beim Anderen suchst.

Klingt alles sehr einfach, ist aber natürlich in der Umsetzung etwas schwieriger.

Aber denk daran: Übung macht den Meister.


Desto bewusster wir mit uns und unseren Bedürfnissen und Gefühlen umgehen lernen, desto weniger werden wir uns in Konflikten gegenseitig verletzen, um es danach wieder zu bereuen.

Und trotzdem:

Auch der Wolf darf immer mal dabei sein, aber du solltest ihn als solchen erkennen und ihm keine Kontrolle über deine Beziehungen und dein Leben geben!


4. Empathie


Was für dich gilt, gilt natürlich genauso für dein Gegenüber. Mach dir immer bewusst, dass jedes verletzende und negative Verhalten von einem unerfüllten Bedürfnis ausgelöst wird. So schwer das auch ist, aber versuch mal dir in einem Konflikt vorzustellen, was wohl für ein unerfülltes Bedürfnis hinter dem Verhalten deines Gegenübers steckt…

Das kann dir dabei helfen dich von der emotional geladenen Situation zu distanzieren und den wahren Grund des Konflikts zu erkennen.


Du solltest allerdings beachten, dass du selbst auf dich achtest.

Wenn du merkst, dass deine Emotionen hochkochen, könntest du dich erst Mal zurückziehen und dir bewusstmachen, was dein Bedürfnis eigentlich ist.

So nimmst du den Sprengstoff aus der Situation und kannst im Nachhinein dein Bedürfnis dem anderen mitteilen.


5. Unterscheide zwischen deinem und dem Drama deines Gegenübers


  • Worum geht es eigentlich wirklich?
  • Woher kam der Konflikt?


Oft passiert es uns, dass wir uns in das Drama des anderen reinziehen lassen.

Eigentlich reagieren wir dann nur auf die Vorwürfe des anderen. So schaukelt sich die Situation dann häufig nach oben, bis sie eskaliert. Durch die gegenseitigen Vorwürfe, Rechtfertigungen und Verletzungen ist es oft unmöglich eine Lösung zu finden, für die wahre Ursache. Frage dich sehr bewusst.

In wessen Drama befinden wir uns gerade?

Wenn es das deine ist, dann werde dir deiner Gefühle und deiner dahinterliegenden Bedürfnisse bewusst. Sollte es anders herum sein, versuche hinter die Worte deines Gegenübers zu schauen und mach dich auf die Suche nach den dahinterliegenden Bedürfnissen. Verbalisiere deinen Eindruck, wenn das Drama vorbei ist und erfahre vielleicht ganz erstaunliche Dinge über dein Gegenüber. Ein Versuch wäre es wert, oder?


Wenn du mit meinen Worten was anfangen konntest, schreibe mir gerne in die Kommentare deine Gedanken dazu oder folge mir auf Instagram oder Facebook.


Weitere Informationen rund um meine Arbeit mit Krisen findest du unter www.familienlicht.com


Ich wünsche euch allen viel Gesundheit und viel Kraft für diese herausfordernde Zeit!


Eure Frederike

 


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